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Detaillierte Wii U Hardware Bilder & Infos bei “Iwata asks”

In der jüngsten Ausgabe von Iwata Asks (Iwata fragt) hat sich der Präsident von Nintendo, Satoru Iwata, mit den Ingenieuren der Wii U Konsole unterhalten. Dabei wurden mit einer unerwarteten Offenheit spannende Details zur Hardware der Wii U genannt und die entsprechenden Bilder gleich mitgeliefert. Nachdem Nintendo in den letzten Monaten immer wieder vorgeworfen wurde, wichtige Informationen zur Wii U Hardware zurückzuhalten und der Videospielkonzern auch auf der diesjährigen E3 keinerlei Details zur technischen Ausstattung der Konsole verlauten ließ, kommt das jetzt doch etwas überraschend. Aber umso besser für die Nintendo-Fans, denn endlich können wir uns ein besseres Bild von der neuen Konsole machen.

Gesprochen hat Iwata mit vier Nintendo-Mitarbeitern der “Integrated Research und Development Division”, also quasi der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des japanischen Videospielriesen. Die Gesprächspartner waren:

  • Nobuyuki Akagi: Produktentwickler
  • Yasuhisa Kitano: Produktentwickler
  • Ko Shiota: stellvertretender Generaldirektor
  • Genyo Takeda: Oberster Geschäftsführer

GoNintendo hat die letzte Runde von “Iwata Asks” in einer schönen Übersicht zusammengefasst. Wir haben das ganze für euch einmal übersetzt und mit einigen weiteren Informationen und Gedanken angereichert (Bilder siehe unten in der Gallerie):

  • Shiota hatte bei den Entwicklungsarbeiten für die Wii U und das GamePad das Gefühl, gleichzeitig an einer Konsole und einem Handheld zu arbeiten.
  • Kitano arbeitete am Gehäuse und dem thermischen Design sowie Steckverbindungen und Kabeln-
  • Akagi war für das Testen von Programmen und Software verantwortlich.
  • Mit der Einführung und Verbreitung des HD-Standards sei es klar gewesen, dass die nächste Nintendo-Konsole High Definition beherrschen muss. Die Konsole und deren Innenleben wurde entsprechend den Anforderungen der hochauflösenden Grafiken entwickelt.
  • Zum ersten Mal verwendet Nintendo in einer seiner Konsolen einen Mehrkernprozessor, bei dem die Kerne alle auf einem einzigen LSI Chip liegen.
  • Die Datenverarbeitung geschieht aufgrund der kompakten Architektur der CPU jetzt noch effizienter, schneller und energiesparender.
  • Die Wii U nutzt ein Multi-Chip-Modul (MCM), das sowohl den Grafikchip (GPU), wie auch den zentralen Mehrkernprozessor (CPU) in einer einzigen Komponente vereint. Dies spart nicht nur Platz und Kosten, sondern steigert zusätzlich die Leistung. Allerdings hat die eng gepackte Bauweise auch die Fehleranalyse bei Defekten extrem verkompliziert.
  • Der Grafikchip macht von einem leistungsstarken integriertem Arbeitsspeicher Gebrauch.
  • Anmerkung: Die technischen Details zur CPU und GPU wurden in dem Interview nicht genannt. Laut zuvor veröffentlichten Informationen soll die Wii U mit einem Dreikern-Prozessor von IBM arbeiten. Der Grafikchip kommt von AMD und basiert auf der HD-7000 Radeon Reihe. Die Konsole wird mit 2 GB Arbeitsspeicher ausgeliefert, wobei 1 GB RAM fürs Spielen und 1 GB für das Betriebssystem verwendet wird.
  • Die Komponenten der MCMs wurden in verschiedenen Fabriken hergestellt, was das Auffinden von Fehlerquellen weiter erschwerte, zumal die Schuld anfangs immer den anderen Zulieferern zugeschoben wurde.
  • Renesas, IBM und AMD haben nach einer entsprechenden Eingewöhnungszeit jedoch gut kooperiert und Nintendo bei der Fehleranalyse und -behebung unterstützt, um die Ursachen für Probleme schnell auszumerzen.
  • Die Wii U Hauptplatine enthält das Herz der Konsole.
  • Durch den speziellen Aufbau der Platine werden Latenzen (Wartezeiten, Reaktionszeiten) verringert und die Geschwindigkeit erhöht.
  • Eine der Haupt-Anforderungen an die Konsole war es, das Innenleben und somit das Gehäuse der Wii U möglichst komprimiert und klein zu halten. Die Konsole an sich soll seine Arbeit quasi “hinter den Kulissen” erledigen.
  • Aufgrund der kompakten Bauweise und des Einsatzes eines Multi-Chip-Moduls hat die Wii U nur eine Wärmequelle, weshalb auf den Einsatz mehrerer (lärmerzeugender) Kühlelemente verzichtet werden konnte.
  • Durch die höhere Leistung erzeugt die Wii U jedoch auch drei Mal so viel Hitze wie die Wii Konsole. Die
  • Auf die gestiegene Hitzeentwicklung reagierte Nintendo mit dem testweisen Einsatz größerer Ventilatoren, erhöhter Lüfterdrehzahlen und der Optimierung der Lufteinlässe. Es wurden umfangreiche Hitze-, Geräusch- und Performancetests durchgeführt, bis die optimale Lösung gefunden wurde. Insgesamt wurden über 2000 Hitzetests mit unterschiedlichen Komponenten durchgeführt, wobei jeder Test eine Stunde dauerte.
  • In diesem Zusammenhang wurde unheimlich viel Entwicklungsarbeit in den unscheinbaren Lüftungsabdeckung des Ventilators investiert, um diese noch dünner und effizienter zu machen und eine ideale Luftzirkulation zu ermöglichen..
  • Bei der Entwicklung des Ventilators arbeitete das Team hart daran, die optimale Drehzahl für eine bestmögliche Wärmeableitung zu ermitteln, wobei ein großes Augenmerk auf die Lärmentwicklung gelegt wurde, die möglichst klein gehalten werden sollte, damit sich Spieler nicht durch zu laute Lüftergeräusche gestört fühlen.
  • Der passive Kühlkörper besteht aus gut wärmeleitenden metallischen Kühlrippen und Radiatoren, die die Abwärme an die umgebende Luft abführen. Der Passivkühler liegt über dem Multi-Chip-Modul und der Ventilator direkt dahinter. In Tests hat sich ergeben, dass dieser Aufbau für die ideale Hitzeabführung und Luftzirkulation sorgt.
  • Die Entwickler zeigen eine transparente Konsole, die jedoch nur als Veranschaulichung des Innenlebens dient, auch wenn Iwata scherzt, er würde solch eine Konsole gerne kaufen, werden wir wohl (vorerst?) nicht mit einer transparenten Variante rechnen können.
  • Das optische Laufwerk nimmt mehr die Hälfte der ganzen Konsole ein.
  • Die Luft wird hauptsächlich an der Seite der Konsole über mehrere Schlitze eingesaugt, es gibt aber auch kleine Öffnungen oben und unten an der Konsole, um die Luftzirkulation noch zu verbessern (möglicherweise dienen die Öffnungen auch dazu, Überhitzung zu vermeiden, falls jemand die Konsole zu nah an z.B. eine Wand stellt und der Lufteinzug und -fluss somit behindert wird).
  • Der Kühlkörperschutz des Passivkühlers hat ebenso kleine Luftlöcher und dient der Abschirmung von elektromagnetischen Wellen, die die reibungslose Funktionalität des Prozessors und der Grafikeinheit beeinträchtigen könnten.
  • Das Engineering-Team arbeitete seit April 2009 an dem Design der Konsole. Dabei wurden auch quadratische Formen wie beim GameCube ins Auge gefasst.
  • Die Wii U kann seitlich in dem (im Premium-Paket mitgelieferten) Konsolenständer aufgestellt werden oder auch ganz normal hingelegt werden.
  • Bei den ganzen Tests der verschiedenen Komponenten wurden immer beide Positionen berücksichtigt.
  • Besonders am Anfang der Entwicklungsphase wurden sehr viel Zeit und Geld in Komponenten-Tests investiert, die unter verschiedensten Bedingungen durchgeführt wurden.
  • In Langzeittests wurde die Konsole über Tage betrieben, um mögliche Überlastungen der Komponenten (wie z.B. Überhitzung oder Defekte) zu erkennen und auszumerzen. Insgesamt wurden hunderte von Defekten erkannt, analysiert und von den Herstellern der Komponenten behoben.
  • Mit fortschreitender Entwicklung der Konsole wurden die umfangreichen Tests zurückgeschraubt und man konzentrierte sich vor allem auf typische Fehler- und Problemfelder.
  • Der SYNC-Knopf befindet sich im Gegensatz zur Wii jetzt vorne an der Konsole. Diese Änderung wurde nach dem Feedback von Nintendo-Kunden durchgeführt, die bei der Wii Probleme mit der Synchronisation ihrer Wii Fernbedienungen hatten.
  • Insgesamt gibt es vier USB-Schnittstellen. Zwei davon befinden sich jetzt vorne an der Konsole, um den Anschluss von Peripherie-Geräten wie z.B. externe Festplatten zu erleichtern.
  • Noch ein Unterschied zur Wii: Die Abdeckung der USB-Anschlüsse und SD-Card-Slots öffnet sich nun nicht nach außen, was oft als störend empfunden wurde, sondern nach innen.
  • Nintendo liefert bei der Wii U direkt ein HDMI-Kabel mit, dass die hochauflösenden Bilder überträgt. Iwata betont, dass dies nicht üblich auf dem Markt von HD-fähigen Geräten sei. Zwar könne auch das Anschlusskabel genutzt werden, das mit der Wii geliefert wurde, jedoch könne dieses keine HD-Grafiken übertragen.
  • Nintendo ist ein funktionierendes und vor allem effizient arbeitendes System wichtiger, als aus den Komponenten das letzte bisschen Leistungen herauszupressen, was sich auf die dauerhafte Performance der Hardware negativ auswirken könnte.
  • Desweiteren sind die Entwickler stolz darauf, dass die Wii U nicht von dem Fernsehgerät abhängig sind, sondern dass man die Spiele auch unabhängig vom TV auf dem Gamepad weiterzocken kann.
  • Man habe das Gefühl, dass der intuitiv zu bedienende Touchscreen des Gamepads auch Leute anspreche, die bisher nichts mit Videospielen anfangen konnten.
  • Das Gamepad kann und soll auch genutzt werden, um mal schnell online zu gehen und Informationen zu allen möglichen Themen und Fragen einzuholen, die sich im Wohnzimmergespräch mit Familie und Freunden ergeben.
  • Die Wii U sendet Bilder an das Gamepad latenzfrei (ohne Verzögerungen).

Satoru Iwata hat für die kommenden Wochen weitere technische Details zur Wii U Hardware wie z.B. dem Gamepad angekündigt. Es bleibt spannend!

Was haltet ihr von der Hardware und diesem Interview? Stimmt ihr mit Nintendos Überzeugung überein, dass ein bezahlbares, effizientes und funktionierendes Gesamtpaket wichtiger sei, als Top-Spezifikationen, oder hättet ihr euch gewünscht, dass die Entwickler ihr Hauptaugenmerk auf eine besonders hohe Leistungsfähigkeit legen? Ab in die Kommentare mit eurer Meinung!

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