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EA und Wii U: Eine komplizierte Beziehung

Ach ja, die Beziehung zwischen dem Publisher-Riese Electronic Arts und Konsolen-Pionier Nintendo. Man kann sie wohl zu Recht als „kompliziert“ einstufen. Besonders präsent waren die Spiele von EA auf Nintendo’s Konsolen ja noch nie. Während man zu GameCube-Zeiten wenigstens noch mehr oder weniger vollwertige Portierungen erwarten konnte, durfte man sich als Nintendo-Spieler  auf der Wii schon freuen, wenn ein Titel auch nur halbwegs an die Versionen der Konkurrenz-Konsolen heranreichte – geschweige denn überhaupt erschien. Einer der Hauptgründe hierfür dürfte die Tatsache sein, dass EA’s Spiele auf Nintendo-Konsolen nie den Absatz erzielen konnten, wie auf anderen Plattformen. Häufig wird dies damit begründet, dass sich auf den Konsolen des japanischen Traditionsunternehmens nur eigene Produktionen wirklich verkaufen können. Doch hiermit macht man es sich etwas zu leicht. Schaut man sich die EA-Veröffentlichungen auf Wii & Co. mal genauer an, wird schnell klar: So richtig versucht hat es Electronic Arts nie. Das Kunden bei einem Vollpreis-Port lieber zu einer inhaltlich vollwertigen und technisch ausgereiften Variante greifen, dürfte selbst den amerikanischen EA-Bossen klar sein. Und da dies auf Nintendo-Konsolen nur selten der Fall ist, bleibt das Interesse der Kunden auf Dauer eben weg.

Ein Neustart oder das totale Aus?

Mit der Wii U sollte alles besser werden. Bei der Vorstellung der Konsole auf der Nintendo-Pressekonferenz zur E3 2011 war erstmals überhaupt der ehemalige CEO von Electronic Arts John Riccitiello zu Gast. Damals berichtete er den Zuschauern noch von seiner Begeisterung gegenüber der Konsole und versprach die Wii U kontinuierlich mit hochwertigen Software-Neuheiten zu versorgen. Es sah nach einem Neuanfang aus. Doch bereits im Launch-Zeitraum (Nov. 2012 bis März 2013) machte sich bemerkbar, dass von den ursprünglichen Plänen mit der Konsole nicht mehr viel übrig ist. Veröffenlichungen und Ankündigung gab es nur wenige. Und die die es gab, hatten die typischen Probleme. So erschien mit der Special Edition zu Mass Effect 3 eine auf den ersten Blick gute Portierung des Action-Rollenspiels für die neue Tablet-Konsole. Doch wer genauer hinsah, merkte schnell die Haken. Zwar enthielt die Special Edition bereits zusätzliche Inhalte aus anderen Versionen, allerdings nicht alle. Und die die fehlten, wurden nicht als Download im Nintendo eShop angeboten. Außerdem wollte man für das Spiel knapp 70 Euro. Dies ist besonders dreist, wenn man bedenkt, dass die gesamte Trilogie kurze Zeit später für PS3/Xbox 360 zu einem günstigeren Preis veröffentlicht wurde. Ein weiteres Beispiel für EA’s Unfähigkeit Spiele für Nintendo-Konsolen zu veröffentlichen, stellt FIFA 13 dar. Auf der Wii und dem Nintendo 3DS brachte man einfach eine 1:1-Neuauflage von FIFA 12 mit neuem Logo heraus. Doch immerhin: Die Wii U-Version wurde im Vorfeld mit exklusiven GamePad-Features beworben. Inhaltlich und technisch sollte man aber alles geboten bekommen, was Sony-, Microsoft– und PC-Spieler auch hatten. Allerdings kam es, wie zu erwarten, mal wieder anders. Die ach so tollen, exklusiven Funktionen wirkten wie aufgesetzte Experimente, die Grafik war der Konsole nicht angemessen und wichtige Inhalte fehlten. Im März kam dann stark verspätet Need for Speed: Most Wanted U. Über diese Portierung gab es eigentlich nichts zu meckern: Es gab eine spezielle Miiverse-Integration, durchdachte GamePad-Features, stark aufgepeppte Grafik und einen größeren Fuhrpark als auf anderen Konsolen. Aber auch dieses Spiel stellte keinen großen Erfolg dar. Diesmal lag es wohl daran, dass die Portierung viel zu spät erschien, zusätzliche Inhalte (wiedermal) fehlten und der Titel von Electronic Arts selbst, in keinster Weise beworben wurde. Und dann kam die Stille. Blockbuster-Titel wie Crysis 3 und Dead Space 3 erschienen und Nintendo-Spieler mussten in die Röhre schauen. Zu allem Überfluss wurden zukünftige Wii U-Ports von Hits wie Battlefield 4 und FIFA 14 gestrichen.

Die zukünftige Entwicklung

Der Tiefpunkt war erreicht, als man verkündete, dass sich momentan keine Spiele mehr von EA für Wii U in Entwicklung befinden. Und wenige Tage später äußerte sich Bob Summerwill, ein Senior Software Engineer and Architect bei EA, wie folgt: „Die Wii U ist Müll. Schwächer als eine Xbox 360. Schwache Online-Funktionen und Store. Merkwürdiges Tablet. Aktuell ist Nintendo nur noch ein wandelnder Toter.„. Zwar hat der Verfasser die entsprechenden Tweets mittlerweile gelöscht, doch dieses Ereignis zeigt deutlich was man bei EA von der Wii U hält.

Doch was ist das? Heute meldete sich ein EA-Sprecher und verkündete, dass man doch noch Spiele für Wii U entwickelt. Um welche es sich hierbei handelt, verriet er aber nicht. Die Zukunft wird zeigen, was EA mit der Wii U noch so alles vor hat. Doch wie immer bei Nintendo und EA gilt: Rechne mit allem und erwarte nichts!

[Quellen: FIFA 14 nicht für Wii U | Keine Entwicklung für Wii U | EA über Nintendo und Wii U]

[Bildquelle: Zimbio.com]

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