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Nintendos Schicksalsjahr 2014: Ist die Wii U am Ende?

Vor zwei Wochen hat Nintendo seine Absatzprognose für die Wii U Konsole radikal nach unten korrigiert. Während man für das laufende Geschäftsjahr (endet am 31. März 2014) bisher noch 9 Millionen Einheiten verkaufen wollte, wurde die Zahl jetzt auf nur noch 2,8 Millionen Einheiten herabgesetzt. Grund hierfür seien zu optimistische Prognosen vor allem für den europäischen und amerikanischen Markt, wo der Absatz für Hard- und Software weit hinter den Erwartungen zurück blieb.

In diesem Zusammenhang gab der japanische Videospielkonzern auch eine „Gewinnwarnung“ an die Investoren heraus: Anstatt einem Netto-Gewinn von 55 Milliarden Yen (ca. 390 Millionen Euro) geht das Unternehmen nun von einem Netto-Verlust in Höhe von 25 Milliarden Yen aus (ca. 180 Millionen Euro). Trotz aggressivem Marketing, attraktiven Weihnachtsbundles und einem nicht geplanten Preisnachlass für die Konsole hätte man es nicht geschafft, die schleppenden Wii U Verkäufe signifikant anzukurbeln und die Zielvorgaben einzuhalten, gesteht Nintendo-Präsident Satoru Iwata ein.

Nintendo verliert Boden unter den Füßen

Ein japanisches Finanzmagazin hat Nintendo daraufhin stark herabgewertet, so dass es jetzt nur noch auf Platz 1647 der mächtigsten Unternehmen in Japan rangiert (Vorjahr: Platz 219). Während dem Konzern aufgrund der immensen Ersparnisse beste Noten in Sachen Zukunftssicherheit attestiert wurden, fällt er stark ab, was die Profitabilität und Skalierbarkeit betrifft. In der Kategorie Wachstum erhielt Nintendo sogar nur den schlechtesten aller möglichen Werte.

Wie geht es also für Nintendo und die Wii U weiter im Jahr der Fußball WM 2014? Wird die Wii U zu Grabe getragen? Zieht sich Nintendo gänzlich aus dem Konsolengeschäft zurück und konzentriert sich künftig nur noch auf seine Softwaresparte?

Bereits im November haben wir von Gerüchten berichtet, dass die Wii U 2014 eingestellt werden könnte und unsere Meinung dazu kundgegeben. Wir glauben nicht an ein verfrühtes Ende der Wii U und Nintendo scheint trotz aller Hiobsbotschaften die selbe Schiene fahren zu wollen.

Iwata machte kürzlich während einer Pressekonferenz noch einmal klar, dass er nach den herabgesetzten Absatzprognosen sein Amt nicht niederlegen werde. Obgleich er sich bei den Investoren für das dritte Verlustjahr in Folge entschuldigte und auch eigene Fehler eingestand, versicherte er, dass es keine unmittelbaren Änderungen im Führungskreis von Nintendo geben werde. Es sei wichtig, dass sich das Unternehmen jetzt darauf konzentriere, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Wie das passieren soll, ließ Iwata allerdings offen. Und so verwundert es nicht, dass die Aktie nach der Verkündung der neuen angepeilten Verkaufszahlen erst einmal um fast 18,5 % abstürzte. Mittlerweile hat sich der Kurs allerdings wieder etwas erholt.

Super Mario bald auch auf der PS4?

Manche Analysten spekulieren schon, die Wii U könnte Nintendos letzte Konsole sein. Andere gehen sogar noch weiter und schlagen vor, Nintendo solle dazu übergehen, seine Software zu lizenzieren und seine Spiele auf Fremdkonsolen und Smartphones und Tablets zu portieren. Das renommierte Wall Street Journal glaubt jedoch nicht daran, dass Nintendo einfach so das Konsolenbusiness verlässt und schreibt, dass Nintendo-Chef Satoru Iwata sich zwar vor dem wachsenden Einfluss von Smartphones nicht verschließt, er jedoch eine andere Strategie fahren wolle: „Die schlagartige Verbreitung von Smartphones und Tablets bedeutet nicht das Ende für Spielkonsolen. Wir müssen einen Weg finden, Smartphones dazu einzusetzen, ihre Nutzer auf unsere Spiele aufmerksam zu machen und sie dazu zu bewegen, die Konsolenversion auszuprobieren“, betont Iwata. Und weiter: „Das bedeutet jedoch nicht, dass wir Super Mario auf das Smartphone bringen sollten.“

Weiter berichtet das Wall Street Journal, dass Nintendo abermals den Etat für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung angehoben haben soll. Man warte auch in der Zukunft mit Überraschungen auf, verspricht der Videospielkonzern.

Klingt nicht so, als hätte Nintendo Pläne, sich vom Hardwaremarkt zu verabschieden. Laut Gerüchten soll Nintendo sogar schon eine ganze Weile an einem Wii U Nachfolger namens Nintendo Fusion arbeiten. Dieses Gerücht ist selbstverständlich mit Vorsicht zu genießen…

Wie geht es weiter mit der Wii U? Was sollte geändert werden? Kann Nintendo die Konsole retten und das Unternehmen wieder zu alter Stärke führen? Deine Meinung in die Kommentare!

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